Gleich vorweg sei angemerkt – ich rede hier nicht von Eltern, die arbeiten gehen müssen, um ihr täglich Leben bestreiten zu können. Denen gebührt mein größter Respekt, dass sie die Grätsche zwischen Eltern-sein und arbeitengehen meistern. Und ich rede nicht von den Eltern, die ihre Kinder morgens in den Kindergarten bringen und am frühen Nachmittag wieder abholen und in der Zeit machen was sie wollen (von a wie arbeiten bis z wie Zeitung lesen).
Ich rede vielmehr von den Eltern die im Luxusleben der Mittel- oder Oberschicht zu Hause sind und bei denen mehr oder weniger problemlos ein Elternteil für die erste Zeit (ich meine die ersten 2-3 Jahre) zu Hause bleiben könnte und dann Teilzeit arbeiten geht. Ich rede von der Familienkonstellation, wo einfach ein Teil zu Gunsten der Kinder auf Karriere verzichten sollte.
Im Kindergarten von Sohn P. sind Kinder, die um 07.00 Uhr morgens von der Tagesmutter gebracht werden und um 16.30 Uhr von dieser wieder abgeholt werden, weil die Eltern erst um 18.00 Uhr (wenns klappt…) von der Arbeit nach Hause kommen.
Da rotiert es in meinem Kopf! Wenn ich meine Kinder von 07.00 – 18.00 Uhr nicht sehen würde, dann würde ich sie genau 1,5 Stunden im Wachzustand erleben.
Ist es das was wir wollen?
Ist es das was unser aller Familienministerin Ursula von der Leyen anstrebt?
Durchgehende Betreuungszeiten, damit man ungestört seiner Karriere nachgehen kann? Flexible Einrichtungen, damit man den Anschluß nicht verliert? Betreuungsangebote für unter 3jährige, damit man nicht allzu lange zu Hause bleiben muss. Ganztagsschulen, damit auch ja alles erledigt ist, bevor das Kind nach Hause kommt.
Vermutlich bin ich altmodisch. Vermutlich bin ich zuwenig egoistisch. Vermutlich bin ich einfach nicht genug daran interessiert, Karriere zu machen. Vermutlich gibt es sehr viele Frauen, die da anders denken.
Die Frage ist nur, ob man dabei auch manchmal an die Kinder denkt!
Bettina S., 36 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 7 und A. 5 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!

Nein, tun sie nicht…sie haben ihre Kinder einfach nur schrecklich lieb. Und vor allem gehören Kinder manchmal einfach zum guten Ton….hat man eben solche “Teile”.
Und wenn ich wählen müsste ob ich das Lob meines Chefs/Kunden/Kollegen/whatever oder lieber das Lächeln, zarte gehauchte “Ich hab Dich lieb, Papi!” entgegennehmen “müsste”…ich weiss auch nich was schöner ist…!
Armut grasiert in Deutschland, und neben der wahren Armut an lebensnotwendigem gibt es die mindestens genauso schlimme Armut in den Herzen der Menschen.
Und das prangere ich an, um es mal mit Helge Schneider zu sagen!!!
Schöner Artikel…Mutter!
Björn "Eva" B.
Bei jedem Wort habe ich mich gefreut :-))
Und ich sehe ja an meinen drei wunderbaren Kindern, dass es sich lohnt, sie mit viel Liebe (und leider auch manchen Fehlern!) SELBST
Hermi
*falschetastegedrückthab*
zum Großteil ins Leben zu begleiten!!
Und ich sehe es bei meinen drei Enkelbuben wieder – und das ist soooo schön!!!
Hermi
[...] sich um alle Belange, die die Familie betreffen. Wunderbar. Habe ich mir freiwillig so ausgesucht. Manche Erkenntnisse haben sich seitdem dem Entschluss allerdings auch ein wenig relativiert. Zum Beispiel bin ich [...]
Pappalatur » Eva Hermann