von Bettina
… oder mein Sohn, der Tierfreund!
Heute wagte ich mich in ein gar “merkwürdiges” Viertel in Berlin zum Einkaufen. Sohn A. durfte sich auch mal seine Beinchen vertreten und lief herum. Stand doch da plötzlich eine Dame, gewandet in einen wunderbaren Tigerprint-Mantel.
Sohn geht zur ihr hin, krallt seine kleinen Fingerchen und faucht sie an. Na klar – ist doch ein Tiger.
Darauf hin besagte Dame: “Was soll das? Hör auf damit.”
Nachdem Sohn A. NIE hört, was man ihm sagt, fauchte er natürlich weiter!
Dame: “Jetzt hör auf damit, das ist unverschämt. Was willst du denn?”
Da schritt ich dann doch ein, denn weder spricht mein Sohn so, dass man ihn verstehen könnte, noch wollte ich, dass Tigerlilly ihn weiter anfaucht.
Nach meinem Kommentar “Nun, er denkt sie sind ein Tiger – er weiß ja nicht, dass wir nicht im Zoo sind!” rauschte sie schnaubend ab (vielleicht war es also doch ein echter Tiger gewesen?!)
von Bettina
Wenn man folgendes sucht, dann findet man meinen Blog!
- Kaffeehaus Kinder
davon kann ich ganz dringend abraten!
- Folter
lohnt sich nicht! Die erfolterten Informationen sind selten relevant.
- Folter durch Schlafentzug
führt zu unglaublicher Gereiztheit, gemischt mit stark überalterten Aussehen.
- wie kreischt man richtig
bei Interesse: bitte eMail an bettina@pappalatur.at – 100%ige Garantie, dass mein Sohn A. es absolut richtig beherrscht
- Hampelmann basteln
einmal gemacht – erledigt – nie wieder
- Hitzewallungen bei Kinder
tja… Ärger über Mutter, Vater, Geschwister… Oder einfach der viel zu warme Polyesterpulli im Einkaufszentrum
- GipfelHalbmonde
bei der jetzigen politisch, desaströsen Lage in Ö, stehen die Chancen ganz gut
- Privat Freundin von Österreich
ja, ich habe mir sagen lassen, dass ich die EINZIGE Freundin von Österreich bin.
von Bettina
Ich weiß jetzt, was ne Berliner Schnauze ist!
Am 31.10. war Reformationstag – für die klerikal sehr verarmten Brandenburger dennoch Grund einen Feiertag zu begehen!
Wußte ich nicht, da Kind P. sowieso vom Kindergarten daheim war, Mann sowieso nach Berlin zum Arbeiten fährt und ich nicht jeden Tag um 08.00 Uhr in den Supermarkt fahre. Also was taten wir? Wir holten sämtliche zur Verfügung stehenden Gartengeräte raus und machten uns an die Arbeit:
Laub rechen
Rasen mähen
mit dem Laubsauger rumsaugen
den Gehweg reinigen
die Hecken stutzen
All’ diese emsigen Tätigkeiten wurden tatkräftig unterstützt durch Gekreische von Kind A. und Gebrüll und Gerede von Kind P.
Dann kam erschien der Nachbar!
Nachbar: “Hör’n se, wisse sie nicht, dass Feiertag is?”
ich: “Feiertag? Oh mein Gott, nein, das wusste ich nicht!!! Das tut mir leid entschuldigen sie”
Nachbar: “So’n Krach, det is ja ne Frechheit, wa? So wat Unverschämtes!”
ich: “Ich sagte schon, dass es mir leid tut – wir hören sofort auf. Wissen sie, ich bin Österreicherin, da gibt es heute keinen Feiertag! Und sie könnten das alles auch freundlicher sagen – ich mache das ja nicht absichtlich”
Nachbar: “Ich kann det sagen, wie ich will. Und ich war auch schon mal in Österreich!”
ich: “Schön, deswegen gibt es dort trotzdem keinen Feiertag heute!”
Nachbar: “Det können sie behaupten, aber det hier ist ne riesen Frechheit”
(…)
Tja – so lernt man seine Nachbarn kennen und die Berliner Schnauze!