Wenn man Kinder hat und möchte, dass sie nicht als verfettete, hässliche, verblödete kleine Kröten enden, dann kauft man ihnen gesundes Essen, hübsche Kleidung und Bücher wie “365 Experimente für jeden Tag“. Nun, da ich eitel bin und nur intelligente, hübsche Kinder um mich haben möchte, hat P. letztes Jahr besagtes Buch erhalten.
Eine Feuchtblattern-Zwangsquarantäne zwang uns heute dieses Buch hervorzuholen und kreative Dinge auszuprobieren. Dass ein unzerknülltes Blatt Papier langsamer zu Boden fällt, als ein zerknülltes war ein leicht zu realisierender Versuch. Also wurden wir mutiger und wagten uns an den Versuch “mach selber deinen Quark” ran.
Man nehme 1/4 Liter Milch und rühre in den 80 ml Essig ein. Ein wenig umrühren und schwupps, schon ist unten der Topfen und oben die Molke. Nett wurde noch daraufhingewiesen, dass man ab jetzt entscheiden könne, ob man den “Quark ab sofort immer selber mache, oder weiterhin im Supermarkt kauft“.
Gesagt, getan!
Nix gerinnt hier. Kein Topfen unten und keine Molke oben!
Entäuschtes Gesicht von meinem Großen:
“Aber Mama, warum geht denn das nicht?”
“Weiß ich nicht, ich habe es so gemacht, wie es da steht!”
“Mama, ich frag den Papa morgen, wie das geht.”
Frechheit! Untergräbt so ein verkopftes Buch doch meine naturwissenschaftliche Kompetenz beim Kind.
Der Zug ist wohl abgefahren!
Bettina S., 36 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 7 und A. 5 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!
