01
Jun
2007

Nix wie weg…

von Bettina

Leergefegte Straßen, verfallene Häuser, Neonazis in Horden, massenhaft Hartz IV Empfänger – das Bild der Ostdeutschen ist nicht gerade positiv geprägt.

Als ob das nicht alles schon genug wäre, erscheint dieser Tage auch noch eine Studie, die belegt, dass viel mehr Frauen den Osten gen Westen verlassen als Männer.

Das hat nicht nur zur Folge, dass der Osten vereinsamt, sondern, dass die paar übrig gebliebenen Männlein keine Weiblein zur Fortpflanzung finden werden.
Das wiederum hat zur Folge, dass den Männlein meistens fad im Schädel ist und sie durch mangelnde Perspektive besonders anfällig sind für rechtsradikales Gedankengut.
Das wiederum hat zur Folge, dass der Osten immer rechter wird und sich bald gar niemand mehr dorthin trauen wird!

Das nennt man dann wohl eine Katze, die sich in den Schwanz beisst.

Perspektiven für junge Leute passieren nicht einfach so. Die muss man schon bewusst schaffen in einem Landesteil, in dem es keine Industrie, kaum Tourismus und mangelnde Infrastruktur gibt. Man kann doch jeden jungen Menschen verstehen, der Brandenburg & Co den Rücken kehrt und sein Glück in der Ferne probiert.

Warum es gerade die Frauen sind, die vermehrt abwandern, liegt vielleicht auch daran, dass die meisten Frauen im gebärfähigen Alter auf eine sehr selektive Art und Weise Männerbekanntschaften begutachten: 

Glatzenträger + kein Schulabschluß + arbeitslos = kein idealer Vater der zukünftigen Kinder
volles Haar + Schulabschluß + Job vorhanden = idealer Vater der zukünftigen Kinder.

Wie sollen sich Jugendliche in manchen Ostdeutschen Regionen auch anders entwickeln können, wenn schon ein herkömmliches Fussballmatch in der Jugendliga mit solchen Aussagen begleitet wird:

“Du Fidschischwein”, “Ausländerschweine”, brüllt es zwei Jungen des Gastvereins, beide 14, beim Einwechseln auf dem Rasen entgegen. Sobald sie Ballkontakt haben, ertönen “affenähnliche Laute”. “Du Judenschwein, fick deine Mutter, denn die ist Jüdin”, muss sich der ebenfalls 14-jährige Torwart aus Chemnitz anhören. Nach der Begegnung heißt es seitens der Gastgeber: “Spielt das nicht so hoch… Solche Gesänge kommen doch bei jedem Fußballspiel vor.”
[Spiegel online]

Das schlimmste daran ist wohl die Tatsache, dass diese Vorgehensweise von den Erwachsenen Fans nicht nur geduldet, sondern vorgelebt wird.

Und dann wundert man sich auch noch, warum junge, gebildete Frauen den Osten in Scharen verlassen!?

Nun… mich wunderts nicht wirklich.



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Besitzerin

Bettina S., 33 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 6 und A. 4 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!

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