Bis vor kurzem ging ich davon aus, dass das weibliche Wesen bis an sein Lebensende vier verschiedene Lebensphasen durchläuft:
größer, schlauer und schöner werden
balzen, suchen und finden (gerne auch noch kombiniert mit weiter schlauer werden)
sesshaft werden, brüten und gebären
kontinuierliches Altern in allen Varianten
Nun befinde ich mich also in einem Dilemma. Die ersten drei Lebensphasen habe ich mit Bravour gemeistert. Ich weigere mich aber vehement, diese von mir aufgestellte Theorie zu vervollständigen. Geht auch gar nicht – dafür bin ich viel zu …, naja – großartig eben:
Meine Haut welkt kein bisschen, mein Haupthaar ist durchgängig dunkelbraun – ohne fremde Hilfsmittel und mein Körper schafft problemlos zwei Nächte mit kaum Schlaf - ohne nennenswerte geistige Schäden festzustellen. So etwas großartiges kann man doch nicht dem alternden Verfall hingeben.
Nur welche Lebensphase soll ich alternativ beschreiten? Keine der absolvierten drei Phasen möchte ich wiederholen. Also muss eine neue gefunden werden.
Vielleicht könnte ich erwachsen werden? Das wäre mal einen Versuch wert!
Schweizer mit Schweizern vermutlich schon – das alleine belegt schon die gute Geburtenrate von 1,43 Kindern pro Frau.
Aber ob Schweizer auch mit Nicht-Schweizern Sex haben, dass kann ich mir schwer vorstellen.
Ich war in Bern. Neben der obligatorischen Stadtbesichtigung standen die vergangenen Tage hauptsächlich das Berner Nachtleben auf dem Programm. Inmitten einer Schar vermeintlich junger Menschen lernte ich ein Berner Straßenfest und einen hippen Berner Club kennen. Was ich nicht, oder nur sehr peripher kennenlernte, waren Schweizer.
Der zarte Versuch einer Kontaktaufnahme eines Schweizers endete jäh, als ich kein Wort verstand. Es war eine komische Ansammlung an Gurgel- und Zischlauten in meinem Ohr und jedes zweite Wort endete mit -li. Seitdem frage ich mich, ob es Nicht-Schweizerinnen gibt, die ob dieser gutturalen Lautmalerei des schwyzerdytschen trotzdem Sex mit einem Schweizer haben können.
Man stelle sich mal vor, der Mann möchte einem eigentlich sagen: “Mädchen, bist du eine geile Schnecke heute Abend!” und heraus kommt dabei ”Meitschi, bischd du a giigeriges Schneckli hinät!”.
Da geht doch nix mehr, oder?
Oder man stelle sich vor, der Alkoholpegel ist soweit fortgeschritten, dass man diesen Dialog noch als niedlich abstempeln kann, dann holt einen doch spätestens bei der Frage “zu dir, oder zu mir?” das Grauen ein, wenn er sagt “Gaasch in mei Hüsli mit?”.
So wird das wohl nix mit der Vermehrung der Schweizer mit extraschweizerischen Wesen.
Über den österreichischen Dialekt kann ich allerdings berichten, dass er sehr gut ankommt. Auch in der Schweiz. Obwohl dem österreichisch-schweizerischen Verhältnis ja eine gewisse gegenseitige Ablehnung nachgesagt wird.
Den Titel “Die Lugners” werde ich heute wohl zum letztenmal verwenden.
Die Lugners gibt es nicht mehr. Sie ließen sich scheiden.
Angeblich hatte der Richie unglaublich viele Verhältnisse mit unglaublichen Damen.
Und angeblich wollte das Mausi unter anderem darüber ein Buch schreiben. Gemeinsam mit dem Christoph Hrabala - der vom Herrn Lugner auch gerne Herr Wurbala genannt wird.
Beim Schreiben musste das Mausi wahrscheinlich ganz oft getröstet werden, denn angeblich blieben die Finger dieses Herrn Wurbala nicht lange auf der Tastatur.
Und weil sich ein so eloquenter Herr wie der Richie nicht gerne die Hörner von einer gelernten Friseurin aufsetzen lässt, kam es ratzefatz zur Scheidung.
Aber der wirkliche Verlierer dieser ganzen Posse ist der Herr Wurbala.
Meine deutschen Leser muss ich um Verständnis bitten – dieses Video verstehen nur Eingeborene. Es zu übersetzen wäre nicht zielführend, da etliche Aussagen des Herrn Wurbala nicht ins vermeintlich Hochdeutsche zu übersetzen sind.
Bettina S., 33 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 6 und A. 4 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!