von Bettina
Wie der aufmerksame Leser bereits weiß, ziehen wir um. Nach Jahre im nördlichen Exil, dürfen wir wieder in den Süden runter.
München ruft. Im Jänner gehts los. Oder vielmehr “sollte losgehen”, wenn wir bis dahin eine nette Bleibe gefunden haben.
Darum hier und jetzt und ganz uneigennützig und vor allem dafür gedacht, dass es möglichst jeder weiterverbreitet in den angeblichen Weiten des WWW:
Wunderbare, witzige, erfolgreiche, dynamische Familie (Er aus Bayern, Sie aus Österreich) mit zwei entzückenden Buben suchen ab Jänner im Süden, bzw. Süd-Osten von München ein
Reihenhaus, Doppelhaushälfte oder Erdgeschosswohnung mit kleinem Garten

Angebote oder Tipps jeder Art nehme ich sehr gerne unter
bettina [at] pappalatur [punkt] at entgegen.
von Bettina
Weihnachten naht. Und wie jedes Jahr wieder steht der ratlose Ehemann da und fragt sich: “Was schenke ich bloß heuer wieder meiner Angebetenen. Toll muss es sein, exotisch muss es sein und sie muss am Spielplatz damit angeben können.”
Ich habe für euch bei ebay recherchiert und die ideale Kombination gefunden:
Sexy Overkneehighheels (bei ebay leider bereits verkauft – ähnliche und viel schärfere Modelle erhält man allerdings bei Blicker auf der Reeperbahn jederzeit) und Handschellen für jeden Anlaß.

Mit diesem Geschenk zeigt ihr eurer Frau, dass ihr sie liebt und begehrt, weist sie aber dennoch dezent daraufhin, dass sie ihre hausfraulichen Pflichten nur ja nicht vernachlässigen soll.
Die Overkneehighheels beispielsweise eigenen sich hervorragend zum Rasen Belüften und man spart sich somit einen sündhaft teuren Vertikutierer. Die Handschellen wiederum sind sehr vielseitig einsetzbar – z.B. bei schwer zu öffnenden Schraubverschlüssen, zum Fixieren von rumstehenden Besenstielen und nicht zuletzt zum Befestigen der Kinder, damit der Ehemann am Abend mal ein wenig Ruhe vor dem gemütlichen Fernseher genießen kann.
von Bettina
Am 26.10. ist in Österreich Nationalfeiertag.
Ein historisches Datum – verließ doch am 26.10.1955 der letzte alliierte Soldat österreichischen Boden. Jahrzehntelang weckte dieser Feiertag in mir allerdings weniger nationalen Stolz, als eher die Freude über einen freien Arbeits- oder Schultag.
Nun ja, man wird älter, wohnt fern der Heimat und plötzlich beschleichen einen da so seltsame, heimatliche Gefühle. Es ist ein bisschen so, als wolle man jodeln, obwohl man grade mitten in der U-Bahn in Berlin sitzt.
Gestern überkam mich wieder so ein unglaublich sentimentales Heimatgefühl und ich fuhr kurzerhand zur österreichischen Nationalfeiertagsfeier einer Österreichervereinigung in Berlin an die Treppe des Rathauses Schöneberg. Jedes Jahr darf sich dort ein anderes österreichisches Bundesland durch eine kleine musikalische Darbietung präsentieren – dieses Jahr war Kärnten dran.
Waren es aus Kärnten bislang eher die Events von Hannes Jagerhofer, der eine oder andere fesche Mann (wobei das eine, das andere nicht ausschließt) oder die Fête Blanche Partys am Wörthersee die mich verzauberten, so waren es diesmal der Landskroner Männergesangsverein, die Kärntner Triologie und Die Stromlosen, die einen kalten, grauen, nebeligen Tag erhellten.

Jodeln, Zieharmonika, Tuba, Volkslieder, Polka tanzen – alles war dabei, sogar die permanente Titelerwähnung in den obligatorischen Reden war vorhanden – ganz so, wie es sich im Land der Magister, Doktoren, Präsidenten, Hofräte, Generalkonsulen, Professoren, Diplom Ingenieuren, … gehört! Und es war schön! Man muss wohl 33 Jahre alt werden, nach Deutschland auswandern, um das kulturelle Erbe der Heimat so schätzen zu lernen.
Summa summarum zwar ein sehr kalter, dafür aber auch wirklich reizender nationalfeiertäglicher Vormittag mitten in Berlin.