Archiv für Februar 2008

19
Feb
2008

Get me, to do it for you…

von Bettina

Das nennt man doch mal selbstsicher:

Und die Brille, die ist ja spätestens jetzt wirklich famous!




19
Feb
2008

Nützlich

von Bettina

Wenn man sich nicht gerade in der verstrahlten Brüt-, Gebär- oder Stillphase befindet, dann fragt man sich mitunter, hin und wieder, so an manchen Tagen, also an Tagen wo man sich mit dem Erziehen und nicht mit Erfreuen beschäftigt, also da fragt man sich ja schon gelegentlich “Was nützen mir eigentlich diese Kinder?”

Man steht um 5.30 Uhr auf, lässt sich anmaulen, sucht alles zusammen, was man so verlieren kann, lässt sich wieder anmaulen, kocht, putzt, wäscht, tröstet, lässt sich wieder anmaulen und vermisst den ganzen Tag über dieses glücksbringende Gefühl, das Kinder (laut Werbung) einem ja unentwegt bescheren.

Und dann kommt der Moment, wo man sie mit anderen Augen sieht und man weiß schlagartig wofür all’ die Sorgen und Mühen.

“Mama, da ist eine große, fette Spinne in der Küche!”

Mutter erstarrt mit erhöhtem Herzschlag augenblicklich und überlegt, welchen Nachbarn sie nach einem Monat Nachbarschaft um diesen kleinen Gefallen bitten könnte…

Kind P. schnappt sich den (eigens für die latent hysterische Spinnenphobikerin gekauften) Insektenfänger, geht zu der Spinne, sammelt das Monster auf und trägt es in den Garten.

“Ich weiß doch, dass du dich so vor den großen, fetten Spinnen gruselst!”

Er ist mein Held! Mein Retter! Mein Beschützer! Er darf für immer bei uns wohnen bleiben.

A. meinte daraufhin, dass er mal eine Ratte im Haus für mich fangen würde und auch in den Garten bringen würde.

Er darf also auch bleiben. Letztendlich zählt doch der Wille!




16
Feb
2008

Blond

von Bettina

Ich bin nicht blond. Ich bin noch nicht mal brünett.

Meine Haare sind auch nicht lang, sondern in etwa so kurz wie die von Oliver Kahn – an guten Tagen. An schlechten Tagen sehen ich aus wie ein explodierter Igel – behauptet mein Mann.

Ich trage also fast schwarze, kurze, verstrubbelte Haare.

Das fällt in München in etwa so auf, wie Regen in der Sahara.

Die Münchner Frau jeden Alters und ab der gehobenen Mittelschicht trägt in München nämlich halblanges bis es Haar – vor allem aber blond. Sehr helles, gleißendes L’Oreal-Vollblond.

Öffentliche Orte besuche ich deshalb mittlerweile nur noch mit Kopfbedeckung. Ich werde zwar manchmal auf meine roten Wangen, den tropfenden Schweiß und meinen hechelnden Atem angesprochen, aber das ist immer noch besser, als diese ungläubigen Blicke auf meine Haarpracht.

Was soll ich nur machen? Weder lassen sich meine Haare wirklich blondieren oder bleichen (das Blond sieht dann eher so aus, wie Faschingsperücke für Arme – alles schon ausprobiert!) noch kann ich binnen weniger Wochen drei Zentimeter auf 30 Zentimeter wachsen lassen.

Ich werde wohl damit leben müssen. Am Spielplatz kein Problem, nur was mache ich bei meinem Wiedereintritt in die berufliche Atmosphäre? Da sinken meine Chancen doch gleich um 100 %.

“Oh, sie sind nicht blond? Tut mir leid, dann können wir Sie nur in der Nacht als Reinigungskraft einstellen…”

Es ist einfach zum Verzweifeln. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich alleine da stehe mit dem Problem in München.

Darum werde ich eine Selbsthilfegruppe gründen:

“Meine Schamhaare haben dieselbe Farbe, wie meine Kopfhaare. Und das ist gut so!”




Besitzerin

Bettina S., 36 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 7 und A. 5 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!

Februar 2008
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