Wenn man sich nicht gerade in der verstrahlten Brüt-, Gebär- oder Stillphase befindet, dann fragt man sich mitunter, hin und wieder, so an manchen Tagen, also an Tagen wo man sich mit dem Erziehen und nicht mit Erfreuen beschäftigt, also da fragt man sich ja schon gelegentlich “Was nützen mir eigentlich diese Kinder?”
Man steht um 5.30 Uhr auf, lässt sich anmaulen, sucht alles zusammen, was man so verlieren kann, lässt sich wieder anmaulen, kocht, putzt, wäscht, tröstet, lässt sich wieder anmaulen und vermisst den ganzen Tag über dieses glücksbringende Gefühl, das Kinder (laut Werbung) einem ja unentwegt bescheren.
Und dann kommt der Moment, wo man sie mit anderen Augen sieht und man weiß schlagartig wofür all’ die Sorgen und Mühen.
“Mama, da ist eine große, fette Spinne in der Küche!”
Mutter erstarrt mit erhöhtem Herzschlag augenblicklich und überlegt, welchen Nachbarn sie nach einem Monat Nachbarschaft um diesen kleinen Gefallen bitten könnte…
Kind P. schnappt sich den (eigens für die latent hysterische Spinnenphobikerin gekauften) Insektenfänger, geht zu der Spinne, sammelt das Monster auf und trägt es in den Garten.
“Ich weiß doch, dass du dich so vor den großen, fetten Spinnen gruselst!”
Er ist mein Held! Mein Retter! Mein Beschützer! Er darf für immer bei uns wohnen bleiben.
A. meinte daraufhin, dass er mal eine Ratte im Haus für mich fangen würde und auch in den Garten bringen würde.
Er darf also auch bleiben. Letztendlich zählt doch der Wille!
Bettina S., 33 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 6 und A. 4 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!

Ach, ist das schön, dass noch echte Kavaliere heranwachsen!!
Hermi