Das Wort Fachkräftemangel geistert nun schon seit Jahren durch die Medien. Fachkräfte werden brachenübergreifend, händeringend gesucht. Sie werden dann aus Indien, Russland oder sonst woher importiert, während man die landeseigenen Fachkräfte von dannen ziehen lässt. Vielleicht weil sie zu fachlich oder zu kräftig waren. Seis drum.
Dass es in Deutschland aber noch wirklich sehr gute Fachkräfte gibt, bewies mir neulich eine äußerst engagierte Bäckereifachverkäuferin.
Verkäuferin führt in Ruhe ein Privatgespräch zu Ende und tritt gemächlich an den Tresen. Ich deute in Richtung Brotregal und sage:
“Grüß Gott! Welches könnten Sie mir denn heute empfehlen?”
Leerer Blick meines Gegenüber:
“Ein Brot!”
“Äh, ja – das meinte ich. Also ich hätte gerne ein kräftiges, dunkles Brot. Welches können Sie denn da empfehlen?”
Zeigt auf einen Wecken reinstes Weißbrot.
“Des da!”
“Nein, das ist mir zu hell. Was ist denn in dem Brot alles drinnen?” (Ich zeige auf ein Brot mit vielen Körnern)
“Mehl”
Wie war ich glücklich. Endlich konnte mir jemand sagen, was in so einem Brot drinnen ist. Und ich vermutete immer es sei Tapetenkleister mit Sand.
Bettina S., 33 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 6 und A. 4 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!
