Gestern, um Mitternacht, irgendwo in München.
Ein freundlicher Mann in Uniform winkt mich an den Straßenrand.
Polizist: “Guten Abend, Fahrzeugkontrolle. Woher kommen Sie?”
Ich: “Hallo. Ich komme aus dem – äh – hm – äh, ah ja aus dem Florida!”
P: “??? Aus welchem Satdtteil meine ich. Kommen Sie aus der Innenstadt?”
Ich: “Nun – puh – keine Ahnung, ich denke es ist in Schwabing?! Ha, jetzt fällts mir ein – in der Georgenstraße 48!”
P: “Aha! Haben Sie was getrunken?”
Ich: “Ja, ein Glas guten Rotwein!”
Ohne es wirklich zu wollen beginne ich zu lachen.
P: “Fahren Sie bitte dort ran, und kommen Sie mit ihren Führerschein und dem Fahrzeugschein zu mir!”
Schön langsam dämmert mir, dass ich ein wenig seltsam wirken muss. So eine Mischung zwischen betrunken, bekifft oder naturtrüb. Und dazu dann noch dieser Befehlston in Uniform. Sehr “lustig”. Leider entwickelt mein Zwerchfell in solchen Momenten ein unkontrollierbares Eigenleben.
P: “Blasen Sie bitte da rein, bis ich Stopp sage!”
Kicher, kicher, kicher
P: “Alles klar?”
Ich (kicher): “Ja, ja – ich habe das nur noch nie machen müssen.”
Inbrünstigst blase ich in dieses Kästchen und bin sehr enttäuscht wie leicht das geht. Im Fernsehen hat man immer den Eindruck, dass in den nächsten Sekunden ein Lungenkollaps droht…
P: “Stopp! OK – Danke! Gute Heimfahrt Frau S.”
Ich bleibe stehen und starre auf das Gerät – kichernd.
P: “Ist noch was?”
Ich: “Ja, ich hätte gerne gewußt wieviel ich habe!”
P: “??? 0,12 Promille”
Ich: “Aha – interessant.”
P: “Sonst noch Fragen oder Wünsche?”
Ich: “Nein das wäre es dann! Danke und schöne Nacht noch.”
P: “Danke. Und ihnen noch viel Spaß – aber den haben SIE bestimmt…”
Tja – irgendwie bin ich froh, dass er mich zu keinem Drogenscreening mitgenommen hat. Sehr berauschend so eine blasende Verkehrskontrolle…
Bettina S., 33 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 6 und A. 4 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!
