Am 24. Februar endete in allen faschingsgesteuerten Ländern das närrische Treiben. Alaaf, Helau und Urli-Urli gehören seitdem der Vergangenheit an. Nur Kärntens Lei-Lei mag nicht verstummen.
Haben die lustigen Gesellen im südlichsten österreichischen Bundesland doch heute tatsächlich einen Toten bei der Landtagswahl wiedergewählt. (Nun ja, die Gewählten des BZÖ selbst sind natürlich nicht tot sondern erfreuen sich gar bester Gesundheit. Fesche, stramme Burschen sind das. Bis auf den Dörfler, aber einer unter vielen fällt eh nicht so auf.) Nur das bzöliche Aushängeschild der Wahl – der Jörg – der ist wirklich tot.
Gemeinhin heißt “gestorben sein” ja soviel, wie “weg sein von allem Irdischen”, aber den Jörg, den trifft man nach wie vor überall. An jeder Ecke steht, hängt, liegt, prangt ein Plakat von ihm. Im Internet gibt es rührende Videos und zu guter Letzt kann man sich jetzt auch noch eine CD mit seinen lieblichen Gesängen kaufen. Wobei mir bei letzterem sehr zu bedenken gibt, dass die CD von stolzen 79,95 € heruntergesetzt wurde auf billige 39,95 €.
Sollten die Käufer des freien, kapitalen Musikmarktes gar schneller begriffen haben, als die Wähler, dass die Zeit einfach vorbei ist?
Denn soviel sei den werten BZLei-Lei-Wählern verraten: Selbst 45 % machen ihn nicht wieder lebendig!
Bettina S., 33 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 6 und A. 4 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!
