von Bettina
Man nehme:
- Sonne
- Wald
- Queen
- Laufschuhe
Was in jüngsten Jahren Ventil für überschüssige Energie, in der Pubertät coole Verleugnung, in der ersten Erwachsenenphase körperliche Unmöglichkeit ob der Feierintensivität, das ist in der Blüte der Jahre die beste Droge für Lebensfreude, Glück und Energie.
Der Sport.
Letztes Jahr zu einer blöden Pause gezwungen, wurden meine sportlichen Triebe dieses Jahr jäh durch unübertrefflichen Allergiewahnsinn gestoppt. Phlegmatismus und schlechte Laune breiten sich dann aus, wie Moos im schattigen Garten. Wenn man nichts dagegen tut, wird es immer mehr.
Heute war es endlich soweit. Die Sonne scheint, streikende Kindergärten haben wieder geöffnet und meine asthmatischen Keuchanfälle sind auch passé – keine Ausreden also mehr.
Vorbei trabte ich an gazellengleichen Elfen, die mit Sicherheit drei Mal wöchentlich Marathon laufen, um ihre zarten Knochen mit straffen Muskeln zu umgeben. Ich wurde überholt von pfeilschnellen, asketisch anmutenden Männern, die durch einen kurzen Luftzug ihr Vorbeirennen bekundeten. Ich fühlte mich fehl am Platz. So teigig und langsam und schnaufend. Da traf ich eine Gruppe mittelalterlicher Senioren bei ihrem wöchentlichen Walking-Rundgang.
Mit ein paar Zweigen getarnt stürzte ich mich ins Unterholz, um lauschend den nächsten Termin der Truppe herauszufinden. Ein paar Äste im Gesicht weiter wusste ich es. Jeden Freitag um 09.00 Uhr.
Dann werde ich also fortan jeden Freitag um 09.30 Uhr zu Hause starten, um binnen kürzester Zeit die Senioren-Geh-Runde fulminant zu überholen. Und an besonders schlechten Tagen laufe ich vielleicht zwei- oder drei- oder viermal daran vorbei.
Juchei – wird das ein Spaß!!!
von Bettina
Welche Antwort erwartet sich ein knapp 50jähriger Mann, wenn er einen vor dem Supermarkt sitzenden Hund fünfmal “Na du Lieber, wie heißt du denn?” fragt?
von Bettina
Rein, raus, Mickey Mouse!
Gehen wir mal davon aus, dass knapp 70 % den Geschlechtsverkehr in der klassischen Missionarsstellung bevorzugen. Dann bleiben 30 % über, die es gerne weniger gewöhnlich haben. Lässt man mal alle üblichen, unüblichen und halsbrecherischen Stellungen außen vor, dann bleibt da ja noch der überaus vielseitige Fetisch.
Die sexuelle Spielwiese in diesem Bereich ist vermutlich so vielfältig, wie die Anzahl unterschiedlicher Pflanzen auf einer Blumenwiese.
Den Einen törnt das Plastiksackerl über den Kopf gestülpt an, Andere wiederum gewanden sich gerne in Lack und Leder, manche lassen sich fesseln und peitschen oder werden gefesselt und gepeitscht. Sogar die Tierwelt wird miteinbezogen, berichtete letztens eine Domina aus St. Pauli, denn einer ihrer Kunden wird gerne wie ein Hund Gassi geführt – vor den Augen erstaunter Mitmenschen. Babyspielen mit Windel anziehen und Fläschchen trinken bereitet manchen Herren der Schöpfung wohl auch erregende Freude.
Nun ja. Jeder wie er mag. Irgendwie sind diese Geschichten aber auch schon langweilig und abgedroschen. Zu oft schon sah man eine Dokumentation über die verruchten Gassen auf St. Pauli und wusste schnell über sämtliche sexuellen Vorlieben sämtlicher Männlein und Weiblein Bescheid.
Langweilig. Nichts Neues.
Bis heute. Endlich habe ich einen neuen Fetisch entdeckt. Einer, mit dem sogar ich etwas anfangen kann. Wärmend, individuell, bunt und vor allem völlig autark selbst angefertigt – der Strick-Fetisch:

Weitere, nicht minder aufregende Modelle, findet man im Strickfetischforum – leider nur in französischer (Sprache!), aber wer will denn da auch schon etwas lesen…
Strickbestellungen nehme ich gerne unter bettina[at}pappalatur[punkt]at an – Ganzkörperanzüge dauern vermutlich 4 Monate bis Fertigstellung! Strickhäubchen für kleinere Körperteile dauern ja nach Größe einen bis drei Tage.