Es war einmal ein Mann – Adolek Kohn – der wurde in Polen geboren und 1944 nach Auschwitz deportiert. 1945 befreite die Rote Armee das KZ. Auf dem Weg nach Lodz traf Adolek Kohne seine zukünftige Frau Marysia. 1949 emigrierten sie nach Australien. Dort leben sie mittlerweile mit zwei Töchtern, sechs Enkeln und bald drei Urenkeln.
Eine Geschichte, wie sie sich so – oder ähnlich – hundertausendfach auf der Welt wiederholt hat und noch immer wiederholt.
Aber Adolek kehrte zurück. Zurück an den Ort, der ihm seinerzeit das Leben, die Freude, die Hoffnung und die Zukunft fast zur Gänze geraubt hat. Adolek nimmt seine Enkelkinder mit auf die Reise. Und sie tanzen. Sie tanzen vor dem KZ Auschwitz, sie tanzen vor dem Krematorium, sie tanzen vor den Waggons der Deportierten, sie tanzen vor dem KZ Theresienstadt, sie tanzen und tanzen.
Adolek Kohn trotzt dem Grauen. Ein zweites Mal. Er hat überlebt. Nicht nur körperlich. Nein, sein ganzer Geist und Wesen haben überlebt.
Seine Tochter hat dieses berührende und beeindruckende Video erstellt:
Danke, Adolek Kohn und seine Familie, dass wir daran teilhaben dürfen.
Vielen meiner Leser ist Walter Altbach ein Begriff. Seine Lebensgeschichte bewegt und beschäftigt mich nun schon seit über zweieinhalb Jahren. Am meisten erschüttert hat mich die Tatsache, dass die Familiengeschichte der Altbachs komplett aus der Chronik der Stadt Eggenburg gelöscht wurde. Die Vertreibung der Juden 1938 wurde dort so akribisch umgesetzt, dass wirklich kein offizielles Dokument mehr die Existenz dieser Familie belegt hat.
Nach meiner Kontaktaufnahme mit Dr. Gaspar, Leiter des Eggenburger Stadtarchivs, setzte sich dieser letztlich sehr dafür ein, dass an dem Geburtshaus von Walter Altbach, der ehemaligen Möbelfabrik seiner Eltern (MöFa), eine Gedenktafel angebracht wird.
Nun ist es soweit. Die Gedenktafel hängt an ihrem Platz. Die Familie Altbach ist Dank einer kleinen Tafel wieder ein Stück weit dorthin zurück gekehrt, wo sie vor Jahrzehnten vertrieben wurden.
Danke an alle, die das ermöglicht haben!
Die Tafel am Eingang zum ehemaligen Fabriksgebäude.
(bitte auf das Bild klicken um die Gedenktafel als PDF herunterzuladen)
Auf der Tafel sind u.a. die Eltern von Walter Altbach abgebildet.
Die Babsi in Oberbozen ist wohl so etwas wie eine kulinarische Institution am Ritten, oberhalb von Bozen.
Fleißige Wandersleute die wir sind, verbrachten wir vier wunderbare Tage im südtirolerischen “Hochgebirge”, schleiften wiedermal gut gelaunte Kinder den Berg hinauf und hinunter und setzten zum wiederholten Male kulinarischen Highlights á la Eis und köstliche Nachspeisen als Köder ein.
Nach einer solchen erpresserischen Wanderung kehrten wir ein. [...]
Eigentlich stand hier mal eine Geschichte, die nicht wirklich Appetit anregend wirkte. Nun hat sich aber die Geschäftsführung bei der Babsi geändert. Und jeder verdient doch eine 2. Chance…
Nun denn, wer also die Babsi in Oberbozen kulinarisch besucht hat und mir berichten möchte, ob es gut oder schlecht, nett oder unfreundlich, gastlich oder ungastlich war, der ist hiermit herzlich dazu eingeladen!
Alle Neuigkeiten wie immer an bettina[at]pappalatur[punkt]at!
Bettina S., 36 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 7 und A. 5 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!