Archiv für die Kategorie 'Deutschland'

21
Feb
2007

Aufziehender Zyklon

von Bettina

Eigentlich wollte ich ja über den derzeitigen Urlaub in Österreich berichten. Über Heurigenbesuche, Familientreffen, Landschaftserkundungen, Reisen in die Vergangenheit und kulinarische Höhepunkte.

Ereilt mich doch tatsächlich eine Mail vom Deutschen Wetterdienst, dass ein Zyklon naht und uns alle einfriert oder gar umweht.

Da kann ich einfach nicht mehr über solche Banalitäten schreiben, sondern muss meine Leserschaft warnen. Denn diese Mail hat bestimmt nur ein erlesener Kreis erhalten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen des aufziehenden Zyklons informiert der Deutsche Wetterdienst die Bevoelkerung ueber eine eventuelle meteorlogische Katastrophe. Im Zeitpunkt zwischen 22.02.2007 bis 25.02.2007 ist eine kritische Temperatursenkung in Aussicht. Man erwartet die niedagewesene Temperatur bis -45 nach Celsius, die Senkung wird vom starken Schneesturm begleitet. Wir bitten Sie daher wegen der Gefahr alle noetigen Massnahmen zu ergreifen.
Naeheres dazu auf unserer Website unter http://top14gmword.com/de1/index.php

Danke fuer die Aufmerksamkeit
Wetterdienst Deutschland

Meteorlogisch natürlich, dass in den kommenden Tagen keine neuen Artikel zu erwarten sind. Erst werden wir den Schaffellbestand des Weinviertels aufkaufen, dann werden wir uns in die Keller von Retz zurückziehen und der noch niedagewesenen Dinge harren, die auf uns zukommen.

In einigen Wochen, wenn wir hoffentlich mit Rentierschlitten wieder gen Norden ziehen können, dann werden wir uns wünschen, dass als nächste Wetterkatatrophe ein subtropischer Wüstensturm gemeldet wird!

Danke für die Aufmerksamkeit

Katastrophenmeldedienst Pappalatur




20
Jan
2007

Solidaritätszuschlag

von Bettina

Wenn man da wohnt, wo wir wohnen – im Speckgürtel Berlins, im ”ehemaligen” Osten, irgendwo in Brandenburg – dann fragt man sich gelegentlich, was denn eigentlich mit dem Solidaritätszuschlag so alles gemacht wird. Nachdem das Glasfasernetz soweit verlegt ist und in ein paar Jahren vielleicht auch funktioniert, könnte man sich ja jetzt dem Straßenbau widmen. 

Geschieht aber nicht. Zumindest nicht in unserer Gemeinde. Wir haben keine Schlaglöcher oder Risse in der Fahrbahn, nein, wir haben Schlagkrater und selten überhaupt irgendwie befestigte Straße.

sumpf.jpg

Nachdem der Straßenbau wohl noch sehr lange auf sich warten lässt, habe ich für das örtliche Gemeindeblatt einen offenen Brief verfasst mit einem Antrag für diverse Hilfmaterialien:

Liebe Gemeindevertreter und Gemeindevertreterinnen,

Für das Wetter kann man nichts – für den Zustand der Straßen sehr wohl.

Da wir in dieser Gemeinde „nur” zur Miete wohnen, interessiert es mich nicht wirklich, warum es hier keine ordentlichen Straßen gibt. Prioritätenliste, Anwohner Beschwerden, Petitionen, Kostenumverteilung, etc. pp., alles gut und schön, was allerdings unterm Strich bleibt, sind einfach desaströse, Krater übersäte, geflutete, kaputte Straßen.

Nachdem ich gezwungenermaßen jeden Tag raus und somit ins Straßennetz muss, habe ich einfach eine Wunschliste erstellt, die mir das Fortbewegen eventuell erleichtert.

Hiermit stelle ich einen Antrag auf:

Schwimmwesten für 2 Kleinkinder

4 geländegängige Kinderwagenräder

4 tiefseetaugliche Kinderwagenräder

Temporär ein Amphibienfahrzeug (nach heftigen Regenfällen)

Umrüsten unseres Autos auf Geländetauglichkeit

Aber wer weiß, vielleicht hat ja der eine oder andere Verantwortliche in seine Vorsatzliste für 2007 mit aufgenommen: endlich normale Straßen in unserer Gemeinde!

Herzliche Grüße,

Bettina S.

Schwimmwesten? Amphibienfahrzeuge? Ist das nicht ein wenig übertrieben, fragt sich der werte Leser?

Nein, denn das hier ist nicht eine Aufnahme des Oder-Havel-Kanals, es ist ein Bild unserer Straße:

uberschwemmung.jpg




18
Jan
2007

Ein Denkmal für Stoiber

von Bettina

Der Spruch, eine “Bastion im Sturm erobern” trifft auf die Gegner Stoibers wohl zu. Der Sturm kommt und Stoiber geht!

Fast 15 Jahre hat die Regentschaft gedauert. Den Wahlkampf mussten wir mit Stoiber ertragen, aber die Kanzlerschaft blieb uns erspart. Ob man hier vom geringeren Übel sprechen kann, das bleibt jedem Leser selbst überlassen.

Wie auch immer man ihn sieht, findet oder begreift, eines war er mit Sicherheit: eine Institution.

Eine bayrische Institution!

Stoiber gehört zu Bayern genauso wie die Weißwurscht, die Brezn und der Strauß.

Uns irgendwie gehört ihm ein Denkmal gesetzt. Das ist Quer mit Bravour gelungen:




Besitzerin

Bettina S., 36 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 7 und A. 5 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!

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