Archiv für die Kategorie 'Klatsch & Tratsch'

11
Aug
2009

Schumi

von Bettina

Die Frauen sagen “Gott sei Dank, das wäre ja eh nicht gut gegangen”, die Männer sagen “Ach nein, wie schade, jetzt ist die ganze Spannung raus!”. Ein Schädelbruch vor rund 6 Monaten verleidet Schumacher doch glatt sein Formel 1 Comeback.

Schumi, das Weichei?

Schumi, der Wahnsinnige?

Schumi, der Held?

Schumi, der Feigling?

Ich weiß es nicht.

Ich rätsle nun schon seit heute morgen, als ich diese Schreckensmeldung vernahm, herum.

Ich lege mein Denken einfach mal auf einen anderen Menschen, einen nicht-Roboter, auf mich um. Hätte ich vor 6 Monaten einen Schädelbruch erlitten, hätte ich heute vermutlich auf ein paar Dinge Lust, aber kaum auf Formel 1 fahren. Ich würde vielleicht mit dem Bobby Car vorsichtige Runden in unserem Garten drehen – wohlgeschützt mit dem super sicheren Skihelm. Mein Kopf wäre mir heilig – niemand dürfte daran rumklopfen, um zu schauen, ob ich noch wach bin. Niemand dürfte mein bürstig-borstiges Haupthaar streicheln. Niemand dürfte meinen Kopf auch nur schief anschauen. Er war ja immerhin vor nicht allzu langer Zeit gebrochen – rein hypothetisch natürlich.

Schumi probierte also in diesem post-Schädel-gebrochenen Zustand das Formel 1 fahren, während ich mit dem Bobby Car hysterisch vor einer Ameise abbremse.

Warum finden Frauen alleine die Idee des Comebacks hirnrissig, während Männer sich vor Gram und Kummer winden? Und was treibt den rasenden Schumacher dazu an, nochmal Formel 1 fahren zu wollen?

Geld und Ruhm fallen weg. Irgendwann gibts einfach nicht mehr, als das was man schon hat. Die Frau – so sie nicht zu Hause aufs Erbe scharrend wartet – wird wahrscheinlich auch nicht die treibende Kraft hinter diesem Unterfangen gewesen sein.

Testosterone. Und wiedermal sind die Hormone Schuld. Ich bin mir sicher.

Was bin ich heute über meine Östrogene froh und darüber, dass mir ein rotes Bobby Car im Garten völlig ausreicht!




21
Jan
2009

Die Giulia

von Bettina

Um folgenden Beitrag zu schreiben, muss ich mich leider outen: ich sehe täglich das Dschungelcamp. Es gibt keinen Grund dafür – ich mache es einfach. Genausowenig Grund gibt es dafür, dass ich während dieser Sendung ungefähr 500 Gramm saure, klebrige Weingummisticks esse. Ich mache es einfach.

Das Dschungelcamp erfreut mich also (fast) tagtäglich und gestern abend stellte ich mir die langverdrängte Frage, ob es nicht doch einen Grund dafür gibt. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: die frappierende Ähnlichkeit zwischen Giulia S. und A.!

Nun gut, Giulia Siegel ist zwar 34 und Kind A. erst 3 3/4 Jahre alt, aber ansonsten stimmt alles überein:

  • blonde, krause Haare
  • theatralischer Gesichtsausdruck
  • jederzeit bereit für den Tränenausbruch
  • Trotzanfälle und Kummeranfälle unter dem Tisch
  • Schimpfwort flüsternd durchs Haus stapfen
  • ein äußerst seltsames Essverhalten: ich esse kein Fleisch außer, das das mir schmeckt
  • Neid: wenn Du eine Banane isst, dann will ich auch eine – auch wenn ich vor drei Sekunden noch einen Apfel wollte

to be continued…

Erziehungstipps kommen nun von Günter Kaufmann. Mit wohlklingender, sonorer Stimmer erklärt er, dass man der Giulia Grenzen setzen muss. Und dass man aufpassen muss, nicht zu ihrem Leibeigenen zu werden. Und über allen Theorien schwebt der Verdacht, dass Fräulein Siegel als Kind nicht genug beachtet wurde.

Och nö. Die Arme.

Aber wenigstens wurde sie reich nicht beachtet – immerhin besser als arm nicht beachtet zu werden.

Was lernen wir also nun für A. erzieherischen Fortgang daraus:

  • das Kind beachten, beachten, beachten
  • meinen Sklavenstatus in der Familie überdenken
  • A. anmelden fürs Dschungelcamp 2030
  • Günter Kaufmann als Tagesvater anfragen
  • Giulia Siegels Adresse herausfinden und eine Bannmeile von einem Kilometer einhalten.



18
Apr
2008

Nicht jeder Frosch…

von Bettina

…den man küsst, wird ein Prinz!

Bei Florian Silbereisen bin ich mir dessen sogar mehr als sicher!

Nichtsahnend durchstöbere ich heute morgen das Internet und stoße dabei auf diese Meldung:

Florian Silbereisen

Wer bitte möchte Florian Silbereisen beim Küssen sehen? Geschweige denn beim Küssen selber spüren?

Vielen Dank auch schon, ich werde wohl die nächsten Jahre beim Küssen immer an Flori und sein Wallehaar denken müssen.

Könnte man zukünftig solche Meldungen bitte mit einem Warnhinweis versehen “Achtung! Folgende Nachricht kann ihre Libido nachhaltig schädigen!”?




Besitzerin

Bettina S., 33 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 6 und A. 4 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!

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