von Bettina
X1: Hallo.
X2: Hallo.
X1: Na? Wie gehts?
X2: Danke. Gut! Und selbst?
X1: Ja, passt schon alles. Was sagst denn zu Hoffenheim?
X2: Ja Wahnsinn. Wer hätte das gedacht.
X1: Im Februar fahren wir schifahren.
X2: Schön. Wohin fahrt ihr denn?
X1: Nach Österreich. Wohin genau wissen wir noch nicht.
X2: Na dann. Viel Spass und vor allem Schnee.
X1: Ja Danke. Bis bald also. Wir könnten ja mal ein Bier trinken gehen.
X2: Ja. Gute Idee. Lass’ uns telefonieren. Ciao.
-Ende-
von Bettina
Wunder begegnen einem täglich.
Gestern zum Beispiel fand mitten in unserem Esszimmer ein erstaunliches Wunder statt, als A. den Satz “Danke, ich bin satt!” sagte.
Ein gar wunderbares Wunder ist, dass ein Joghurt, selbst als es schon 3 Monate abgelaufen war, nicht im Kühlschrank explodiert ist.
Ein grausames Wunder hingegen ist die Tatsache, dass die Brüste einer Mutter innerhalb eines Jahres von Körbchengröße 80 FF runtersinken auf 75 A.
Das einzigartigste aller Wunder fand allerdings vor wenigen Wochen statt. Magisch zog es mich in die Münchner Innenstadt. Immer weiter, immer weiter wurde mein Auto einfach von Geisterhand gefahren. Es hielt erst vor einem einschlägig bekannten Kleidungsgeschäft. Wie in Trance ging ich rein, probierte mich durch und kaufte mir das:

Nein, nicht neue Brüste! Ein Dirndl. Das ist schon Wunder genug!
von Bettina
Ich wurde gestern in meinen Grundfesten erschüttert!
Behauptete doch glatt ein männliches Wesen, dass Männer an sich bei Frauen nicht auf die Schuhe schauen, weil diese ihnen egal seien.
Wie bitte?
Wozu dann der ganze Aufwand? Schon als kleines Mädchen ließ ich mir meine Füßchen nach japanischer Wickelkunst auf eine kleine, zierliche Form schnüren, damit ich nur ja in alle High-Heels dieser Welt passen würde. Sehr früh übte ich den graziösen Gang auf Stelzen, damit mein Dahinschreiten auch wirklich mondän und nicht trampelig wirkt. (Wobei meine Mutter noch immer gellend hinter mir herschreit “Mach doch kleinere Schritte und trampel nicht so, das sieht ja schrecklich aus…” sobald ich mich in Rock und hochhackigen Schuhen fortbewege.)
Apropo hochhackig. Mit 17 Jahren war ich stolz, als ich in Schuhen mit 2 cm Absätzen nicht umkippte – es war der Beginn einer langsamen, aber äußerst effizienten Absatzkarriere. Mittlerweile stolziere ich auf 10 cm durch die Gegend und kann dabei sogar noch lächeln!
Ich zähle zu Hause an die 30 Paar Schuhe (die zahlenmäßige Grauzone an Fehlkäufen und nicht tragbaren Schuhen bleibt unberücksichtigt ) – für jeden Anlass, jedes Kleidungsstück, jede Stimmungslage das richtige Paar. Ich würde mal sagen, im Laufe der Jahre ging dafür bestimmt der Wert eines sehr kleinen Kleinwagens über den Ladentisch.
Und dann kommt mir so ein Mann daher und sagt, dass euch das egal ist?
Na gut. Verkauf ich alle meine Schuhe halt. Die Birkenstockschlapfen sind sowieso bequemer.
Und das überbleibende Geld investiere ich in Reizwäsche. Das ist doch dann in eurem Sinne, oder? Blöd nur, dass man diese unter der Kleidung (die ich doch meistens in der Öffentlichkeit trage) nicht sehen kann – die Schuhe hättet ihr immer sehen können.