Die Klugheit eines Kindes erkennt man unter anderem daran, dass es sich die Dinge so richtet, wie es sie braucht.
Hier der Beweis für ein hochintelligentes Kind:
Die Klugheit eines Kindes erkennt man unter anderem daran, dass es sich die Dinge so richtet, wie es sie braucht.
Hier der Beweis für ein hochintelligentes Kind:
Nun denn, ich möchte darüber berichten.
Am 26.2. war es soweit. Meine großartigen 90 Sekunden Fernsehauftritt wurden ausgestrahlt.
Eine ganze Nation saß gespannt vor den Fernsehern. Es war Nervenkitzel pur. Dann der große Moment. Die Sendung begann.
Als erstes durfte der wortgewandte Moderator auftreten. Ein großgewachsener Mann, der mit seinem Charme das leicht geriatrische Publikum nahe an den Herzinfarkt brachte. Dass er leider – aus welchen Gründen auch immer – nicht wirklich auf den Gesprächsverlauf der folgenden Gäste eingehen konnte sei ihm Angesichts seines wohltuenden Aussehens verziehen.
Peu à peu betraten die anderen Talkgäste die Bühne. Weise Worte zum Thema “Bei uns zu Hause hat der Mann das sagen” schwappten mir entgegen. Es war von “zu langer Leine”, “den Männern glauben lassen, dass sie die Entscheidung getroffen hätten” bis hin zu “mein Mann hat noch nie den Müll rausgebracht” die Rede. Es waren die wohltuenden Momente, wo man wusste – hui, da habe ich es aber wahrlich gut getroffen!
Während all’ dieser hochinteressanten Wortmeldungen, machte sich in mir schön langsam ein Ganzkörperkrampf breit. Man wusste ja nie wann die Kamera einen einfange würde, also musste ich alle Tricks permanent anwenden, um nicht fettarschig, mit hängenden Schultern und sabbernden Hängelippen ins Bild zu geraten. 55 Minuten ein Bein leicht anheben, die Schultern wie Kaiserin Sisi in Position halten und dabei auch noch einen vermeintlich intelligenten Gesichtsausdruck zu Stande bringen, der durchaus auch ein bisschen verwegen und verrucht wirken sollte, das ist wirklich körperliche Höchstleistung!
Dann war er endlich da, der große Moment. Die Szene, auf die ganz Österreich wartete – oder zumindest meine ganze Familie:
Tja, das war’s. 1:30 Minuten. Dass die Frage des Moderators nicht wirklich etwas mit dem Thema der Sendung zu tun hatte und meine Antworten dadurch für den durchschnittlichen Zuschauer dieser Sendung vermutlich soviel Sinn ergeben wie für mich eine Sondersendung des Chaos Computer Clubs, soll nicht weiter stören. Auch die Tatsache, dass niemand wusste, warum gerade ich zu diesem Thema meinen Senf abgebe und woher ich mir anmaße darüber zu referieren, wie lange Mutter/Vater was wann wo mit den Kindern machen sollte, sei verziehen. Denn angesichts des restlichen Publikums kann ich doch mit Stolz behaupten: “Mei, war ich fesch!”
Das nennt man doch mal selbstsicher:
Und die Brille, die ist ja spätestens jetzt wirklich famous!
Bettina S., 33 Jahre, verheiratet mit einem Bayern, 2 Söhne (P. 6 und A. 4 Jahre), wohnhaft im Süden Deutschlands UND Österreicherin - mit Leib, Seele und was sonst noch dazu gehört!
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