von Bettina
Heute war in Berlin Marathon! Haile Gebrselassie gewann mit 2:05:56 Stunden – Jahresweltbestzeit.

Ich erinnere mich ein paar Jahre zurück, an eine Zeit in der ich wallfahrender Weise in einer Woche 235 KM zurück legte und das bei einem Schnitt von 35 KM pro Tag. Wir waren ca. 10 Stunden unterwegs – frühmorgens aufgestanden, einige Pausen eingelegt, und am Abend todmüde ins “Bett” gefallen. 7 Tage lang.
Wenn ich jetzt die Tagesdistanz erweitere auf knapp 42 KM, das Tempo anheben und die Pausen streichen würde, dann käme ich wahrscheinlich trotzdem auf eine Zeit von ca. 6-7 Stunden. Wäre ich ehrgeizig und würde trainieren, dann wäre zwar mein Körper glücklich (versucht man mir zumindest immer zu erklären), aber ich glaube nicht, dass ich viel schneller als 5 Stunden laufen könnte.
Ich bin sogar fest der Überzeugung, dass ich nur knapp an einem Koma vorbei schramme, wenn ich die Marathon-Distanz von 42,195 Kilometer mit dem Fahrrad fahre.
Also bleibt mir nur den Hut zu ziehen vor Menschen, die sich das zumuten und denen Respekt zu zollen, die diese Distanz auch noch schneller laufen, als ich sie mit dem Fahrrad fahren würde!
Chapeau
von Bettina
Wenn Schwerkraft außer Kraft gesetzt wird, wenn Körper sich mühelos verbiegen, wenn Menschen fliegen und Wände hochklettern können – dann ist man bei Dralion, der neuen Show des Cirques du Soleil!

Eine einzigartige Show! Die Akrobaten führen einen ins Reich des Staunens, aus dem man den ganzen Abend nicht mehr rauskommt.Es werden köperliche Höchstleistungen mit soviel Anmut, Grazie und Leichtigkeit gezeigt, dass man manchmal den absonderlichen Gedanken hegt: “ach was, so ein bisschen Mauer hochlaufen könnte ich auch…”

Dieser Abend versetzt einen so ein bisschen in die Kindheit zurück. Man staunt, ist fasziniert, versteht nicht so ganz, wie das alles funktionieren kann und die Zeit vergeht wie im Fluge.
Ich war zum drittenmal im Cirque du Soleil und es war jedesmal noch ein unvergesslicher Abend!
Einfach schön!
von Bettina
Soeben habe ich ein “erwachsenes” Telefonat geführt. D.h. ich habe ganz sachlich Fakten klargestellt (“ich bin Kunde – sie haben mich zu bedienen”), habe sehr energisch mein Recht eingefordert (“wenn das Geld nicht bis morgen auf unserem Konto ist, gebe ich den Vorgang weiter an unsere Anwälte”), habe meiner Stimme in eine sehr furchteinflößende Stimmlage gebracht und ich habe das Telefonat mit den Worten “das war das letzte Mal, dass wir uns gehört haben, das nächste Mal erhalten sie Post – vom Anwalt” beendet.
Seitdem habe ich einen wunderbar liebevollen Umgangston mit meinen Kindern – geradezu beängstigend lieblich…
So funktioniert das also: 1x am Tag verbal kotzen, den Rest schnurren wie ein Kätzchen…
So, wer stellt sich bitte für die nächsten Tage zur Verfügung!?!